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Siegfried Genal engagiert sich seit Jahrzehnten in verschiedenen Ehrenämtern

KISSLEGG – Ehrenamt ist für manche gleichbedeutend mit Lebenselixier. So scheint es auch bei Siegfried Genal. Seine unzähligen ehrenamtlichen Aktivitäten macht der 85-jährige Kißlegger oft über Jahrzehnte. So wie die seelsorgerische Begleitung im Haus der Pflege Ulrichspark der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist. Sein Engagement ist verbunden mit seinem Glauben und seiner Menschenliebe. Zu seinem bürgerschaftlichen Engagement sagt er: „Ich habe der Gemeinschaft dienen wollen.“ Seine Motivation: „Weil ich gerne glückliche Menschen sehe“.

Ehrenamt im Ulrichspark Kisslegg. Siegfried Genal ist stolz auf seine Martinusmedaille.

Siegfried Genal ist stolz auf seine Martinusmedaille, die er im vergangenen November vom damaligen Bischof Gebhard Fürst von der Diözese Rottenburg-Stuttgart für sein Engagement erhielt.

Ehrenamt im Ulrichspark Kisslegg. Siegfried Genal ist im Gespräch mit einem Bewohner.

Siegfried Genal (links) kennt nahezu jeden Bewohnenden im Haus der Pflege Ulrichspark und tauscht mit vielen, wie hier mit Erich Seitter, ein persönliches Wort aus.

Ehrenamt im Ulrichspark Kisslegg. Siegfried Genal unterstützt den Pfarrer bei der Eucharistiefeier.

Jede zweite Woche unterstützt Siegfried Genal Pfarrer Gunnar Sohl bei der Eucharistiefeier und gestaltet selbst jeden Sonntag den Wortgottesdienst im Ulrichspark.

Persönliche Kontakte

Mittwochvormittag. Die Seniorinnen und Senioren genießen die feierliche Stimmung in der Kirche. Pfarrer Gunnar Sohl gestaltet alle zwei Wochen mit ihnen die Eucharistiefeier. Siegfried Genal unterstützt ihn dabei. Wenn er dann nach der Feier durch das angrenzende Haus der Pflege Ulrichspark geht, begrüßt er die Bewohnerinnen und Bewohner im Flur und schüttelt Hände. Er kennt fast alle und hat für jeden ein persönliches Wort.

 

Ausdauerndes Engagement

Neben den zweiwöchentlichen Eucharistiefeiern gestaltet Siegfried Genal jeden Sonntag den Wortgottesdienst im Ulrichspark. Anschließend besucht er Bewohnende in drei Wohnbereichen. Wer nicht mehr mobil ist, den besucht er direkt im Zimmer. Er bringt dann nicht nur den Leib Christi, sondern auch Zeit für die Krankenkommunion mit, die er mit christlichen Texten und Liedern füllt. Diesen Dienst lässt er auch Gemeindemitgliedern zukommen, die zu Hause leben. 2010 gehörte er auch zu den Gründungsmitgliedern der Hospizgruppe Kißlegg, ist bis heute im Vorstand und als einer der rund 45 Begleiterinnen und Begleiter aktiv.

 

Anerkennung für umfangreiches Engagement

Für sein christliches Ehrenamt erhielt er im November des vergangenen Jahres die Martinusmedaille der Diözese Rottenburg-Stuttgart, persönlich übergeben vom inzwischen emeritierten Bischof Gebhard Fürst. Die Wertschätzung freut ihn sehr. Bescheiden sagt er: „Sie hätte auch anderen zugestanden.“ Von den Besuchen zur Krankenkommunion spricht er warmherzig, gibt aber auch zu bedenken: „Man nimmt oft schon etwas mit, das einen bewegt.“ Aber schlussendlich überwiegt für ihn, helfen zu können. Bei Besuchen versucht er auch, manchmal Wünsche zu erfüllen. Das kann dann auch mal ein volkstümliches Lied sein, das er singt. Diese Leidenschaft beweist die mehr als 70-jährige Mitgliedschaft im Liederkranz. Sein Engagement begründet er unter anderem so: „Weil ich gerne glückliche Gesichter sehe.“

 

Selbst viel gelernt

Ein ehemaliger Gemeinderatskollege habe unlängst seine Bewunderung für seinen ausgleichenden Charakter ausgedrückt. Denn auch im Gemeinderat war Genal über 20 Jahre. Außerdem drei Perioden im Kirchengemeinderat. Er engagierte sich viele Jahre bei der Kolpingsfamilie und war zwei Wahlperioden als Schöffe im Einsatz. Er habe auch viel gelernt, unter anderem, dass man nicht mit dem Kopf durch die Wand kann oder als Schöffe bei einsichtigen Angeklagten durchaus Gnade vor Recht geltend machen könne. Auch wenn die Nennung seines Engagements an dieser Stelle unvollständig bleiben wird, eins geht noch: Er ist seit 1999 aktiv im Heimatverein. Aktuell entsteht für das Heimatmuseum im Schloss Kißlegg eine Sonderausstellung zum 1200-jährigen Bestehen der Kommune.

 

Gelingende Gesellschaft braucht viele helfende Hände

Mitgetragen hat sein umfangreiches Engagement all die Jahre seine Familie, vorneweg seine Ehefrau. „Ich könnte nicht leben ohne die Gemeinschaft“, fasst er zusammen. Ehrenamt ist aus seiner Sicht grundsätzlich wichtig – auch im kleineren Umfang: „Weil man überall helfende Hände braucht.“ Auch hier dringt wieder die „Genal´sche“ Bescheidenheit durch.

 

 

 

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